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Die Auto-Zukunft wird digital (IAA 2013)

Vom 12. Bis 22. September 2013 geht in Frankfurt am Main die 65. Ausgabe der Internationalen Automobilausstellung (IAA) über die Bühne. Einer der Schwerpunkte in diesem Jahr: Car-IT.

Digitale Revolution: Die Zukunft des Autos

Wie schön wäre es doch, könnten Autofahrer während der Fahrt lesen, schlafen, essen und E-Mails schreiben – und das alles, ohne dabei auf den Verkehr achten zu müssen? Die Zukunft des autonomen Fahrzeugs, also des vollautomatisierten Fahrens durch das Auto selbst, ist nicht mehr fern, sind sich Experten einig. Von zehn bis 15 Jahren spricht zum Beispiel Matthias Wissmann, Präsident des VDA. Dann steuert das Auto von alleine durch den Verkehr, hält dabei immer den nötigen Abstand und bremst rechtzeitig bei Gefahrensituationen ab. Das könnte nach Meinungen der Experten für deutlich weniger Unfälle, Staus und Spritverbrauch sorgen – die Branche verspricht eine „digitale Revolution“, die mehr Sicherheit und Komfort mit sich bringt. Klingt zu schön, um wahr zu sein, oder?

Vernetztes Auto über „elektronisches Band“

Funktionieren soll das alles über das vernetzte Auto, an dem schon heute getüftelt wird. Über ein „elektronisches Band“ – elektronische Sensoren im Auto sowie an den Straßenrändern in Leitplanken und Begrenzungspfosten – sind die Fahrzeuge komplett miteinander und mit der Straße vernetzt. Wenn man schon im Vorfeld wisse, dass ein Fußgänger die Straße überquert oder ein Motorrad um die Ecke fährt, könnten Unfälle durch das vernetzte Auto vermieden werden, heißt es in einem VDA-Papier von Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer. „Auf vielen Strecken“ könne das bald schon „Realität sein“. Einer Prognose der Managementberatungsagentur Oliver Wyman zufolge könnten bereits in drei Jahren, also im Jahr 2016, knapp die Hälfte aller Neuwagen mit vernetzten Diensten ausgestattet sein. Räumt die Car-IT in Zukunft also den Gebraucht- und Neuwagenmarkt auf?

Auch Google mischt mit

Doch ob die Zukunft dem „elektronischen Band“ gehört, das ist mitnichten sicher. Denn natürlich mischen auch andere Unternehmen auf dem Zukunftsmarkt mit, wie zum Beispiel Internetgigant Google: In dessen Roboter-Autos, die bereits mehrere hunderttausend Kilometer bei Testfahrten in den USA zurückgelegt haben, sind am Fahrzeug selbst Sensoren verbaut, mit denen die Umwelt erfasst wird – diese Technologie hat den entscheidenden Vorteil, dass nicht erst ein Straßennetz ausgebaut werden muss, damit ein autonomes Fahren möglich ist.

Datensicherheit

Natürlich spielt auch besonders die Datensicherheit eine große Rolle bei der Car-IT: Die Autos müssen sicher vor Hackern sein. Denn wo viel Technik, da häufig auch viele Gefahren. Ein noch so ausgeklügeltes System würde nichts bringen, wenn Fremde von außen in den Straßenverkehr eingreifen und Massencrashs verursachen könnten. Hier herrscht bei Autobauern wie Zulieferern noch Nachholbedarf; Ferdinand Dudenhöffer meint auf das Thema Datensicherheit bezogen z. B., man hätte heute „noch zu wenig Know-how“.

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Über den Autor

Matthias Luft

Autor Matthias Luft faszinieren effiziente Motoren, moderne Designs und fortschrittliche Assistenzsysteme. Die neuesten Fahrberichte veröffentlicht er regelmäßig bei motoreport.de.

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