Technik

Starkes Gelände: Keine Traktion trotz Allrad?

Die meisten Autos mit Allradantrieb haben tatsächlich eigentlich gar keinen wirklichen Allradantrieb: Vielmehr wird in den meisten Fällen die Hinterachse nur dann zugeschaltet, wenn vorne kein Grip mehr besteht. Das nennt sich variabler Allradatrieb. Nur wenige Modelle haben heutzutage tatsächlich einen permanenten Allradantrieb.

Vollgas und Pedal nicht loslassen, die Technik braucht etwas, um Grip zu finden

Manchmal kann es deshalb zu einer Situation kommen, dass man meint, das Auto hätte trotz Allradantrieb keine Traktion: Man steckt an einem steilen Gelände, oder in tieferem Schnee oder Matsch fest. Obwohl man einen variablen Allradantrieb hat, rutschen die Räder durch und man kommt nicht voran. Es gibt dabei einen wichtigen Trick, den die meisten Autofahrer überhaupt nicht kennen: Man muss, wenn man nahezu feststeckt oder eine Steigung scheinbar nicht ekrlimmen kann, einfach nur Vollgas geben, manchmal für bis zu 5 Sekunden lang und darf zwischendurch aus Angst keinesfalls das Pedal wieder loslassen.

seat ateca offroad

Variabler Allradantrieb springt bei kurzem Gasgeben nicht an

Durch das Vollgas-Signal gibt der Motor tatsächlich gar nicht Vollgas, sondern dosiert das Gas richtig und braucht oft nur mehrere Sekunden, bis er jedem Rad die richtige Menge Kraft zugeteilt hat. Die Allradtechnik sucht sich in diesem Moment sozusagen die Traktion. Sanftes Gasgeben und wieder loslassen bringt also nichts! Zudem sollte man, je nach Fahrzeugausstattung, einfach die elektronischen Regelsysteme im Automatikmodus lassen. Dann kann man auch mit günstigen Allradmodellen an Stellen vorankommen, von denen man es nicht gedacht hätte.

 

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Über den Autor

Matthias Luft

Autor Matthias Luft faszinieren effiziente Motoren, moderne Designs und fortschrittliche Assistenzsysteme. Die neuesten Fahrberichte veröffentlicht er regelmäßig bei motoreport.de.

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