Reise

Ohne Vignette durch Österreich nach Italien?

Wer sich die Vignette (für 10 Tage rund 9 Euro) sparen möchte, kann auch ohne sie durch Österreich fahren. Wichtig dabei: Man muss fast alle Autobahnen und Schnellstraßen meiden, denn dort braucht man die Vignette unbedingt. Wir zeigen, wie man sicher ohne Vignette Österreich passiert.

Möchte man sich von München kommend die Vignette sparen, lohnt es sich, über Garmisch zu fahren. Dazu fährt man von München aus die A95 bis nach Garmisch-Partenkirchen. Danach folgt man der Bundesstraße B2 über tolle Panoramen, unter anderem mit Blick auf die Zugspitze, über Mittenwald bis nach Seefeld in Tirol. Von dort aus gehts über die B177 und B171 nach Innsbruck.
Wichtig: Wenn man sich Innsbruck nähert, sollte man immer aufpassen, dass man nicht versehentlich eine Schnellstraße befährt, die vignettenpflichtig ist. Die Österreicher weißen allerdings deutlich darauf hin, man muss nur genau auf die Schilder schauen.

Autobahn zwischen Innsbruck Süd und Brenner nicht vignettenpflichtig!

In Innsbruck angekommen muss man sich entscheiden, ob man die Brennerautobahn oder die Landstraße fährt. Die Brennerautobahn ist mautpflichtig, die Brennerbundestraße nicht, dauert aber gerade zu Ferienzeiten schonmal deutlich länger. Entscheidet man sich für die komfortable Brennerautobahn, muss man bereits in Innsbruck auf die Autobahn fahren. Wichtig: Für das österreichische Autobahnstück von Innsbruck Süd bis zur Staatsgrenze Brenner braucht man keine Vignette! Als erstes gelangt man aber zur Mautstelle Schönberg, wo man für den österreichischen Teil der Brennerautobahn eine Sondermaut bezahlt (Ca. 9 Euro). Der Rest der Maut wird dann in Italien fällig.

Vignette aber oft besser als Landstraßen zu fahren!

Nach unserer Erfahrung lohnt es sich aber nicht, sich die 9 Euro zu sparen und dafür über Garmisch zu fahren. Es handelt sich dabei fast nur um Landstraßen mit Gegenverkehr, zu Urlaubszeiten steht man um Garmisch fast immer im Stau. Je nach Auto braucht man über die Landstaßen auch schnell mal mehr Sprit, als man für die Vignette gezahlt hätte. Wichtig außerdem: Fährt man um Innsbruck versehentlich auf eine falsche, mautpflichtige Autobahn und wird kontrolliert, werden schnell dreistellige Beträge als Ersatzmaut fällig. Wenn man die Maut umgeht, also immer gut aufpassen!

Mautfrei weiter nach Italien?

Unsere Freunde von mypianeta.de erklären in der unteren Hälfte ihres Artikels, wie man von Österreich aus weiter mautfrei fährt! Wir empfehlen zudem die Fahrt über schöne Passstraßen statt der der monotonen Autobahn: Wir sind z.B. schon mehrfach über das Timmelsjoch gefahren (verbindet Sölden und Meran.) Die Straße führt bestens ausgebaut über 30 Kehren bis auf über 2.500 Meter Seehöhe. Eine großartige Er-Fahrung und Traumpanoraman sind garantiert! Mehr Ideen für die schönsten Passstraßen gibt es auch im Artikel über Alternativen zur Brennerautobahn und im Curves Magazin Norditalien. Aus diesem Bildband haben wir immer jede Menge Roadtrip Inspiration sammeln können.

Timmelsjoch Hochalpenstraße (Sölden > Meran)

Über den Autor

Matthias Luft

Autor Matthias Luft faszinieren effiziente Motoren, moderne Designs und fortschrittliche Assistenzsysteme. Die neuesten Fahrberichte veröffentlicht er regelmäßig bei motoreport.de.

3 Kommentare

  • Achtung! An der entscheidenden Stelle bei Zirl fehlt die Wegweisung über den mautfreien Weg nach Innsbruck.

    Also: Kommt man vom Zirler Berg herunter (B177, siehe Link) und an Zirl vorbei muß man höllisch aufpassen und in die B171 (ohne Wegweisung). Abzweig mit Karte oder Navi suchen. Verpeilt man den, sitzt man ohne Fluchtmöglichkeit in der Mautfalle

    • Die unzureichende Ausschilderung von Zirl bis zur Anschlussstelle Innsbruck Süd hat System. Denn für nur wenige KM sind die Mautkosten für das gesamte Östereichnetz unverhältnismäßig teuer. Es lohnt sich nicht und zusätzlich kann man abseits von der Autobahn wesentlich günstiger tanken. “Reiche” können sich das locker leisten, wie auch gesündere und teuere Bioprodukte zu kaufen. All die anderen sind die Bösen, sind eine unnötige Belastung für die Stadt Innsbruck und die Umwelt.
      Ich nenne das Sozialdarwinismus. Hinzu kommt, Gebühren für die Brennerautobahn von der Betreiber AG um satte 50% erhöht wurden. Ein Grund mehr für weniger Betuchte, den Umweg um den Flughafen herum durch die Stadt nehmen zu müssen. Leid tun mir aber all die, welche, wie Michael es beschrieb, in die Mautfalle tappen und dafür dann übermäßig bestraft werden.

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