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Rechtzeitig die Kfz-Versicherung wechseln (bis 30.11.) und sparen

Zum Ende jedes Versicherungsjahres haben Sie die Möglichkeit, Ihren Kfz-Vertrag zu kündigen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt erhält jeder Autobesitzer die Chance, eine günstigere Versicherung zu wählen. Was sollten Sie alles beachten bei einem Versicherungswechsel?

Mit der richtigen Autoversicherung schützen Sie sich und Ihr Fahrzeug vor unliebsamen Schäden.

Sehr viele Deutsche zahlen oft zu viel für ihre aktuelle Kfz-Versicherung. Dabei steigen die Beiträge jedes Jahr aufs Neue an, das beweisen die Zahlen des Gesamtverbandes der deutschen Versicherer. Mit knapp 27 Milliarden Euro an Beitragszahlungen im Jahr 2017 sind Kraftfahrtversicherungen mit Abstand die größte Rubrik in der Schadens- und Unfallversicherung.

Jeder Autobesitzer ist hierzulande verpflichtet, eine Kfz-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat zum 1. Januar 2018 insgesamt 63,7 Millionen angemeldete Fahrzeuge in Deutschland registriert. Das bedeutet eine Steigerung von 1,1 Millionen zum Vorjahr. Bei so viel potenziellen Kunden bemühen sich Kfz-Versicherungen mit ihrer Tarifgestaltung beständig um die Kraftfahrzeugbesitzer.

Welche Versicherungsbeiträge ein Autobesitzer einzahlt, ist abhängig vom Fahrzeug, dem Wohnort, möglichen Schadensverläufen sowie anderen Parametern. Wie lassen sich dabei Kosten sparen? Viele Autofahrer können durch einen Vergleich attraktive Rabatte nutzen und gezielt die Autoversicherung wechseln. Bevor der Wechsel stattfindet, sollten sich Autofahrer genau über die Tarife der konkurrierenden Anbieter informieren. Eine genaue Recherche lohnt sich, denn bei einem Wechsel lassen sich bis zu 85 % der Beiträge oder bis zu 850 Euro im Jahr sparen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Wechseln?

Um rechtzeitig aus der alten Versicherung auszutreten, müssen Sie die Frist kennen, in der Sie kündigen können. In der Regel ist das Ende des Kalenderjahres entscheidend, mit einer üblichen Kündigungsfrist von einem Monat. Die schriftliche Kündigung muss deshalb spätestens zum 30. November beim Versicherer vorliegen. Falls dieser Stichtag auf einen Wochenendtag fällt, akzeptieren die meisten Anbieter dann auch den verspäteten Eingang zum 1. oder 2. Dezember. Sicher ist allerdings eher der letzte Freitag zuvor.

Darauf sollten Sie sich aber nicht verlassen: Manche Autoversicherungen richten sich nicht nach dem laufenden Kalenderjahr, sondern nach dem Datum des Vertragsabschlusses. Studieren Sie deshalb genau ihren Versicherungsvertrag, bevor Sie sich auf den 30.11. verlassen.

Durch den rechtzeitigen Wechsel zu einem anderen Kfz-Versicherer lässt sich bares Geld sparen.

Sonderkündigungsrechte

Unter bestimmten Voraussetzungen ist ein Kfz-Versicherungswechsel auch außerhalb der regulären Kündigungsfrist möglich. Dann treten sogenannte Sonderkündigungsrechte in Kraft: wenn der Versicherer seine Beitragssätze erhöht oder nach einem versicherungspflichtigen Schadenfall am Fahrzeug und das unabhängig davon, ob der Schaden ohne größere Probleme reguliert werden konnte oder nicht. Auch bei einem Verkauf des eigenen Fahrzeugs oder bei einem Fahrzeugwechsel tritt dieser Fall ein.

Unter diesen Sonderkonditionen beträgt die Kündigungsfrist ebenfalls einen Monat ab dem Erhalt einer Beitragserhöhung oder ab dem Schaden-Regulierungsbescheid des Versicherers.

Alle wichtigen Kriterien bei einem Wechsel beachten

Über unabhängige Vergleichsportale können Autobesitzer die günstigsten Konditionen für bestimmte persönliche Merkmale (Zweitwagen, Eigenheim-Besitzer) und Berufsgruppen ermitteln. Einige Kriterien gelten allerdings in jedem Fall auch bei einem Wechsel zu einer anderen Versicherung. So wird die aktuelle Schadensfreiheitsklasse in den neuen Vertrag mit übernommen.
(Die Prozente in den einzelnen Schadensfreiheits-Klassen können bis zu 5 Punkte abweichen.)

Nur Blechschaden oder eine größere Reparatur? Nach einem Schadensfall am Fahrzeug entscheiden viele Details über die zukünftige Schadensfreiheitsklasse.

Jedes Jahr im Herbst wechseln rund zwei Millionen Autofahrer ihren Versicherungsschutz. Bei einem Wechsel sollten allerdings nicht nur die Beitragssätze beachtet werden, sondern ebenfalls die entsprechenden Leistungen. Oft sind die Tarife nur so günstig, weil diese entsprechend geringere Leistungen bieten. Welche Versicherungsart ist die richtige und was sollten Sie besonders beachten? Das gilt vor allem für die Frage, ob die obligatorische Haftpflicht genügt oder doch eine Teil- oder Vollkaskoversicherung den besseren Absicherungsschutz bietet.

Hierbei kommt es stets darauf an, welche Fahrzeugklasse und welchen Fahrzeugtyp Sie bei der Auswahl zugrunde legen.

  • Werden fahrlässig entstandene Schäden übernommen?
  • Wie stark stuft ein Versicherer die Schadensfreiheit zurück? Je geringer die Rückstufung, umso günstiger die Beitragssätze nach einem Unfall.
  • Sind bestimmte Schadensfälle wie Wildschäden, Marderbisse und Kollisionen mit Tieren ebenfalls abgedeckt?
  • Sind Personenschäden mitabgedeckt? Experten raten, Tarife mit einer Abdeckung von 100 Millionen Euro abzuschließen (anstatt der üblichen 7,5 Millionen Euro). Diese haben oft nur einen geringen Aufpreis und zahlen sich bei einem schweren Unfall schnell aus.

Über den Autor

Matthias Luft

Autor Matthias Luft faszinieren effiziente Motoren, moderne Designs und fortschrittliche Assistenzsysteme. Die neuesten Fahrberichte veröffentlicht er regelmäßig bei motoreport.de.

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